die Werkstatt auf dem Wagen
Johannes L.M. Koch
Die "Werkstatt auf dem Wagen" ist eine mobile,
komplett ausgestattete Werkstatt,
an der Kinder und Jugendliche
Metall kreativ gestalten können.
Sie ermöglicht es, an jedem Ort
professionell zu arbeiten.
Material, Schrott und Stahl bringt die
"Werkstatt auf dem Wagen" mit.
Eingerichtet ist die Werkstatt für 12 Kinder,
außer Strom (220V) und Platz (5 x 8 Meter)
sind keine Voraussetzungen nötig.
Windspiele Mädchenschweißen Schulhof genial Kinder-Kunst-Tage
Planungshelfer





Windspiele ist ein immer wieder interessantes Thema für Kinder. Aus Blech und Stahl werden Windobjekte gestaltet.
Als offenes Angebot bauen Kinder in ca. 30 bis 45 Minuten ein kleines Windobjekt (Windschwalbe, Windrotor). Dieses offene Angebot erlaubt einen Einsatz der "Werkstatt auf dem Wagen" auf Schul- und Straßenfesten.

Als Nachmittagsangebot werden Windblumen oder Schmetterlinge gestaltet, die sich im Wind drehen. Grundlage ist ein Murmelkugellager, das die Kinder selber anfertigen. An diesem wird der Schmetterling oder Fisch oder die Blume angelötet. Verschweißt wird dieses Objekt dann auf einer Grundplatte oder einem Halter, der es erlaubt, das Objekt in den Garten oder auf dem Balkon zu stellen.

Neben den Windobjekten werden von der "Werkstatt auf dem Wagen" auch Sonnenuhren, Wippvögel u.v.m. angeboten. Der Zeitrahmen für das kreative Arbeiten ist drei Stunden. Jeweils eine halbe Stunde vor- und nachher wird die Werkstatt auf- und abgebaut.

Kinder in Greding an der "Werkstatt auf dem Wagen"

Windvögel in Schwabach
Mädchenschweißen
Um rollenspezifisches Verhalten aufzulösen und positiv zu beeinflussen, bietet die "Werkstatt auf dem Wagen" das Angebot Mädchenschweißen. Titel der Veranstaltung ist -Mädchen schweißen heiße Eisen-. Ziel ist es, den Mädchen in einem konkurrenzfreien Raum die Gelegenheit zu bieten, das Material Metall zu entdecken. Viele Vorurteile gilt es hier abzubauen. Das Klischee: vom kalten Material, von den "mädchentypischen" Arbeiten; von der nötigen großen Kraft...
Die Annahme, dass Mädchen selten Gelegenheit hätten, Erfahrungen im technischen Bereich zu sammeln, hat sich als richtig erwiesen, denn nach wie vor bestehen große Berührungsängste in männerdominierte Berufsfelder einzudringen. In diesem Workshop geht es um die kreative Bearbeitung von Metall mit dem Schweißgerät, der Stahlschere und der Drahtbürste. Der Umgang mit dem widerspenstigen Material Stahl erfordert manchmal Anstrengung und starken Körpereinsatz, wobei das Problem der Kraft maschinell gelöst werden kann. Bedeutend wichtiger für die Bearbeitung von Stahl und für das Formen heißer Eisen sind Ausdauer, technisches Know-how; Fingerspitzengefühl und eine hohe Konzentrationsfähigkeit. Warum sollten sich Mädchen von solchen spannenden Herausforderungen fernhalten und auf diese Erfahrungen verzichten?
Doch wie würde es sich anfühlen, wenn Mädchen dies tun, wenn sie hämmern, bauen, löten, sägen, schweissen und ein Kunstobjekt aus Metall gestalten?
Der Workshop stärkt über das praktische Tun und das Schweißen weibliches Selbstbewußtsein. Die Ausbildung technischer und handwerklicher Kompetenz in Verbindung mit kreativen Experimenten und außergewöhnlichen Körpererfahrungen werden von Mädchen positiv erlebt und festigen nachhaltig ihr Selbstvertrauen.

Mädchenschweißen
Schulhof genial
"Schulhof genial" ist ein Projekt der "Werkstatt auf dem Wagen", das erlaubt, vor Ort an den Schulen, praktisch und professionell mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.
Neben dem Schwerpunkt Gestalten kann das Projekt "Schulhof genial" auch genutzt werden, um Probleme mit Aggressionen und mangelnder Integration von Schülern zu bearbeiten.
Ausgangspunkt für das Projekt "Schulhof genial" kann eine geplante Umgestaltung des Schulhofes sein.
Ablauf
Nach einem Vorbereitungstag wird, wenn möglich, mit den Kindern und Jugendlichen auf einem Schrottplatz nach Materialien, die Anregungen geben können, gesucht. Dies ist für die Jugendlichen ein besonders beeindruckendes Erlebnis. Sinnvoll ist hierbei die Lebenswelt der Kinder bei der Auswahl der zu verwendenden Fundobjekte zu berücksichtigen.
An weiteren Arbeitstagen wird das Projekt entwickelt und an der mobilen Werkstatt angefertigt. Den Abschluss bildet die farbige Gestaltung des Werkes bzw. der Werke durch die Kinder. Nach Möglichkeit werden in das Projekt Exkursionen mit einbezogen. Ein Besuch in einer Schlosserei, einer Verzinkerei und im Museum sollen den Schrottplatzbesuch ergänzen.
Vernetzung im Schulalltag
In die Arbeit sind möglichst viele Fachbereiche der Schule mit einzubeziehen. Es wäre denkbar, dass das ausgewählte Thema beispielsweise im Deutsch- oder Mathematikunterricht mit vorbereitet wird. Begrüßenswert ist, wenn sich mehrere Lehrer des Schulkollegiums an der Arbeit beteiligen und sie begleiten. Dies ermöglicht auch das Arbeiten mit größeren Gruppen. Während der Projektarbeit sollen die Schüler und Schülerinnen in Gruppen zusammenarbeiten. Dies stärkt den Gruppenzusammenhalt, fördert die Diskussion zwischen den Schülern und stärkt die soziale Kompetenz. Auch sind so andere Umgangsweisen und neue Kommunikationsstrukturen einübbar.
Die Palette der realisierbaren Werke reicht von angewandten Objekten wie liebevoll gestalteten Sitzgruppen bis hin zu freien Skulpturen. Um dem Aspekt der Sicherheit zu entsprechen, ist eine Abnahme durch einen Sicherheitsfachmann der Schule bzw. der Stadt zu vereinbaren.

Bildbeispiele finden Sie in der Galerie



Information über räumliche Voraussetzungen,
Termine, Kosten
finden Sie hier.
Kinder gestalten eine Skulptur
Kinder gestalten eine Skulptur zum Thema "Gemeinsam?"

Schulhof genial an der Pfisterer Schule in Fürth/Bay.

Schrottplatzfiguren in Roth
Kinder-Kunst-Tage
Die "Werkstatt auf dem Wagen" bietet die einmalige Chance, Kinder an Kunst und Techniken heranzuführen, die in anderen Zusammenhängen so nicht vermittelt werden können. Zwei Punkte stehen hierfür: -meine kreative Kompetenz als Stahlbildhauer, mit mehr als 20 jähriger Erfahrung in der Kunstvermittlung und -die Ausstattung und flexible Einsetzbarkeit der "Werkstatt auf dem Wagen".
Kunstwerke von Kindern wirken differenziert in verschiedene Richtungen. Kinder lernen sich auszudrücken, Zusammenhänge herzustellen, sich zu entfalten. Gleichzeitig schaffen die Werke eine Identifizierung mit dem Ort der Aufstellung. Gerade im Bereich der Schulen, Jugend- und Freizeiteinrichtungen wirkt dies integrierend.

Kinderkunsttage 2003 in Bad Cannstadt, KifU Kindertreff