Stahlbildhauer
Johannes L.M. Koch
Niederlindach

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öffentlichen Raum
Die Skulpturen
von Johannes L.M. Koch

Johannes L.M. Koch nennt seine Skulpturen Allegorien über die "Natur" des Menschen. Wenn hier von "der Natur" des Menschen die Rede ist, dann in verschiedener Hinsicht: Einerseits handelt es sich um die eher biologisch-genetische Beschaffenheit des Menschen, im philosophischen Sinne um das, was sein Wesen charakterisiert, anderseits um seine gesellschaftlich-kulturelle Prägung, seine sogenannte zweite Natur. Das Nachdenken über das, was das Mensch-Sein definiert, vergegenständlicht der Künstler in seinen Skulpturen. Schon die äußere Erscheinung der Stahlfiguren, ihre Machart lassen einiges über das Menschenbild des Künstlers erahnen. Durch Verwendung von Eisenrohr, das als normierte Meterware im Stahlhandel erhältlich ist, wählt Koch Industriematerial zum Werkstoff seiner Skulpturen.
Ähnlich den allseits bekannten Strichmännchen, nämlich reduziert auf einfache Grundformen, sucht der Künstler eine jede Kunstfertigkeit negierende Formensprache. Das dünne Stahlrohr betont stark die Linie und die Silhouette, aus der Entfernung gesehen, stanzen sich die Skulpturen wie Zeichnungen in den Raum. Allein die Prägnanz der Geste interessiert: die Bewegung veranschaulichende stillgestellte Pose.

Mann im Mastkorb
"Mann im Mastkorb", Stahl, Höhe ca. 14 Meter
LINK zum Rednitzhembacher Kunstweg


"Schwebende," Stahl, Höhe ca. 8 Meter
LINK zum Rednitzhembacher Kunstweg

"Säulen," Stahl, lackiert, Höhe ca. 2,2 Meter

"Ruderer," Stahl, verzinkt, 6 x 8 Meter
Während sich in der Tradition die allegorische Darstellung auf eine Figur konzentriert und ihr allein die charakteristischen, die Idee bestimmenden Attribute zugeordnet wurden, erweitert Koch dieses konventionelle Verfahren von der Einzelfigur auf die Gruppe. Über das gemeinsame Motiv der Bewegung personifizieren seine Figuren Aspekte zugrundeliegender Vorstellungen.
Hineingestellt in eine von Strommasten und Leitungen durchschnittene Landschaft betont der Künslter mit seiner Skulptur am Wiesenweg überaus stark die Vertikale. Das Kunstwerk steht zum Inszenierungsort in Interakton, insofern die Skulptur in Abhängigkeit zu den dort täglich hin und her strömenden Passanten wie auch zu der vorstädtischen Umgebung konzipiert ist. Die auf hohen schlanken Säulen stillgestellten "Läufer" sind in ihrer Erhabenheit zu den von unten hochsehenden Betrachtern bewußt auf Distanz gehalten. Jeder "Laufende" steht isoliert auf einem eigenen Sockel, eine verbindende gemeinsame Basis zwischen den fünf Figuren fehlt. Trotz der so erreichten relativen Eigenständigkeit jeder Einzelfigur, sind diese, dem Prinzip der Reihung folgend, Bestandteil der Gesamtskulptur. Das visuell Zusammenfassende und Übergreifende der seriellen Anordnung, der potentiell weitere Laufende zugedacht werden könnten, ist der künstlerische Duktus. (Der Text ist der Zeitschrift Hephaistos entnommen)

"Disposition," Stahl, verzinkt, lackiert, Höhe 3 Meter

"Wetterwaage," Stahl, geoelt, Höhe 6 Meter

"Laufende," Stahl, verzinkt, lackiert, Höhe 7 Meter
Modelle
Modelle dienen als Grundlage für die Skupturen von Johannes L.M. Koch. Seine stets orts- und situationsbezogenen Arbeiten werden sensibel in den öffentlichen Raum integriert.
König-Königin
"König-Königin"
Modell Sprung
"Sprung"
Modell Wasserträger
"Wasserträger"
Modell Paar
"Paar"
Modell Pyramide
"Pyramide"
Großer Zug
"Großer Zug"
Vita
Johannes L.M. Koch
Schulausbildung, Abitur in Nürnberg Studium Kunst/visuelle Kommunikation HbK Kassel
Studium École des Beaux Arts
E.R.S.E.P. Tourcoing/Lille, Frankreich

"Brunnen"
Ausstellungen
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"Nackt"
Kunst im öffentlichen Raum
Skulptur "Wetterwaage" Hamburg, Museumsinsel / Museum Altona


"Wetterwaage"
Skulptur "Wasserträger" Kunstwanderweg Rednitzhembach


"Wasserträger"
Skulptur "Laufende" Wiesengrund Erlangen / Housing Area, Erlangen


"Laufende"
Skulptur "Schwebende" Regnitzufer Nürnberg / Kunstwanderweg Rednitzhembach


"Schwebende"
Skulptur "Signalgast" Röttenbach/Franken


kinetische Skulptur "Signalgast"
Skulptur "Ruderer" Röttenbach bei Nürnberg


"Ruderer"
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